Die Veranstaltungstechnik (VAT) zählt in Europa zu einer dynamischen, schnell wachsenden und innovativen Branche. Qualifizierte Fachpersonen sind am Arbeitsmarkt gefragt, vor allem im internationalen Umfeld wie bei Grossveranstaltungen, an denen oftmals mehrere Nationen beteiligt sind. Viele grössere Produktionen bedürfen einer enormen Vielzahl an spezifisch ausgebildeten Spezialisten im Bereich der VAT. Diese grenzüberschreitenden Einsätze erfordern den international flexiblen und rechtlich konformen Einsatz der Fachkräfte, vor allem hinsichtlich sicherheitsrelevanter Bereiche. So gilt es, international und national je unterschiedliche Normen und Rahmenbedingungen in der VAT zu berücksichtigen, die Unterschiede auf nationaler Ebene zwischen den Bundesländern oder Kantonen stellt für die Akteure in der VAT eine grosse Herausforderung dar. Bei jedem Event steht dabei die Sicherheit für BesucherInnen, TeilnehmerInnen, FacharbeiterInnen und Mitwirkende im Mittelpunkt.

Als Verantwortliche für die VAT sind die Meister/innen qualifiziert für die technische Durchführung von Veranstaltungen und für die Durchsetzung von Sicherheitsvorschriften, sowie für Führungsaufgaben und die Ausbildung von Fachkräften. Diese stehen im Projekt ECVAET 3 im Fokus. Für die berufliche Weiterbildung in der VAT stehen europaweit sehr unterschiedliche und nur national anerkannte Qualifizierungen zur Verfügung. Eine zentrale Aufgabe im Projekt ECVAET 3 ist es, die nationalen Weiterbildungsangebote der VAT hinsichtlich einer höheren Qualifikation - vergleichbar einer Meisterausbildung - im Anschluss an die Grundbildung / Lehrlingsausbildung zu erheben und darzustellen. Dazu werden die Ergebnisse aus den vorangegangenen Projekten ECVAET und ECVAET 2, wie z.B. die Matrix Tätigkeit und die Sicherheitsmatrix herangezogen und weiterentwickelt. Ziel ist es, ein europäisches Profil für den Meister der VAT zu beschreiben und einen möglichen Lehrplan für eine einheitliche Meisterausbildung in Europa zu entwickeln. Beide Ergebnisse sollen mit den Stakeholdern aus den Bildungsbereichen und Vertretern der Branche diskutiert und evaluiert werden. Dadurch soll die Diskussion hinsichtlich einheitlicher europäischer Aus- und Weiterbildungen in der VAT aus den vorangegangenen Projekten weitergeführt werden, um konkrete Möglichkeiten zur Schaffung von internationalen Bildungsangeboten in der VAT voranzubringen.